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Historie

Die österreichische Bundesverfassung verleiht den (Orts-)Gemeinden den Status von Gebietskörperschaften mit dem Recht auf Selbstverwaltung. Sie sind selbstständige Wirtschaftskörper und können im Rahmen der Gesetze Vermögen aller Art besitzen, erwerben und darüber verfügen, wirtschaftliche Unternehmen betreiben sowie ihren Haushalt selbstständig führen und Abgaben ausschreiben.

Die Landeshauptstadt Innsbruck hat auf Grund dieser historisch gewachsenen und verfassungsrechtlich verankerten wirtschaftlichen Autonomie bereits im Jahr 1858 ein eigenes Gaswerk errichtet, um die Straßen der Stadt mit Gaslicht zu beleuchten und die Bevölkerung mit Gas als Heizmittel zu versorgen. Die erste Hochdrucktrinkwasserleitung wurde von der Stadt Innsbruck im Jahre 1890 in Betrieb genommen. Im Jahr 1897 kaufte die Landeshauptstadt Innsbruck das erste Wasserkraftwerk zur Versorgung der Stadt mit elektrischem Strom und legte damit den Grundstein für das Elektrizitätswerk Innsbruck.

Die kommunalwirtschaftlichen Kerngeschäfte - das Elektrizitätswerk, das Gaswerk und das Wasserwerk - wurden von der Landeshauptstadt Innsbruck in einem Eigenbetrieb - den Stadtwerken Innsbruck - zusammengefasst und bis 1994 im Wesentlichen in dieser Rechtsform geführt. Um die Wirtschaftlichkeit der ehemaligen Stadtwerke zu verbessern und die innerbetriebliche Organisation im Sinne eines privatwirtschaftlich orientierten Unternehmens gestalten zu können, entschloss sich die Innsbrucker Stadtführung, die Stadtwerke Innsbruck in eine Aktiengesellschaft - die Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft - umzugründen.

Hiezu wurde am 11. März 1994 die Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft (IKB AG) zunächst als Rahmen- oder Mantelgesellschaft, also als finanzielle Hülle, gegründet. In einem zweiten Schritt erfolgte am 14. September 1994 die realwirtschaftliche Errichtung der IKB AG durch Einbringung des Elektrizitätswerkes, des Gaswerkes, des Wasserwerkes, der Kläranlage und der Bäderbetriebe. Weiters wurden die Beteiligung der Stadt an der Mülldeponie in Form von 51 % der Geschäftsanteile an der IRAB GmbH sowie 96 % der Geschäftsanteile der Innsbrucker Verkehrsbetriebe AG und der Stubaitalbahn AG an die IKB AG übereignet.

Als Gesellschaftszweck der Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft wurde in der Satzung im Wesentlichen bestimmt, dass die Tätigkeit des Unternehmens neben der Gewinnerzielungsabsicht den Bedürfnissen und Interessen der Stadt Innsbruck und ihrer Bewohner zu wirtschaftlich angemessenen und sozial tragbaren Bedingungen zu dienen hat.

Als weitere Schritte zur wirtschaftlichen Stärkung des Unternehmens wurden seit Gründung der IKB AG unter anderem die restlichen 49 % der Geschäftsanteile der IRAB GmbH von der Gesellschaft erworben und die IRAB GmbH mit der IKB AG fusioniert. Im Jahre 1998 kaufte die IKB AG die gesamte Kanalisation der Stadt Innsbruck sowie die städtische Müllabfuhr und brachte diese in den Geschäftsbereich Abwasserentsorgung bzw. in den Geschäftsbereich Abfallwirtschaft ein. Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe AG und die Stubaital AG wurden in Gesellschaften mit beschränkter Haftung umgewandelt und zu einer Gesellschaft fusioniert. Weiters wurden die neuen Geschäftsbereiche Telekommunikation und Krematorium etabliert und deren operative Tätigkeit aufgenommen.

Im Jahr 2002 verkaufte der bisherige Alleineigentümer, die Stadt Innsbruck, 25 % plus eine Aktie an die TIWAG -Tiroler Wasserkraft AG. 2003 wurde der Geschäftsbereich Gas ausgegliedert und mit der TIGAS - Erdgas Tirol GmbH fusioniert.

Im Jahr 2006 erwarb die TIWAG - Tiroler Wasserkraft AG weitere 25 % minus zwei Aktien, so dass nun die Stadt Innsbruck mit 50 % plus einer Aktie und die TIWAG mit 50 % minus einer Aktie an der Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft beteiligt sind.

 

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