
Lesen Sie dazu den beigefügten Artikel in der heutigen Tiroler Tageszeitung:
Die Strompreise für Österreichs Haushalte könnten nach Einschätzung der Regulierungsbehörde E-Control niedriger sein, denn die seit Anfang 2009 relativ stabilen Großhandelspreise wir ken sich kaum auf die Stromrechnungen aus. Das Senkungspotenzial für die Haushalte liege insgesamt bei rund 100 Mio. Euro, für einen Haushalt seien dies 20 bis 30 Euro pro Jahr. Die gesunkenen Strom-Großhandelspreise würden nicht ausreichend an die Kunden weitergegeben, kritisiert die E-Control. Bei Industriekunden klappe das besser. Die jüngsten Preissenku ngen für die Endkunden seien lediglich wegen niedrigerer Ökostromkosten erfol gt. Wie berichtet hat die E-Control im Vorjahr eine Marktun-tersuchung begonnen und 19 Stromlieferanten um Daten zu den Einkaufspreisen ersucht. Geliefert habe kein einziges Unternehmen. An drei Unter nehmen, darunter die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB), hat der Regulator Be scheide geschickt, gegen die die Firmen Rechtsmittel ein gelegt haben – nun sind die Höchstgerichte am Zug. Tir ol ist bei den Strompreisen vergleichsweise am billigsten (sie he Grafik).Die Gewinne der Branche seien 2010 wieder auf dem Ni veau des Jahres 2006 gelegen, das operative Ergebnis der neun Landesversorger habe im Vorjahr rund 548 Mio. Eu ro ausgemacht, teilte die E-Control mit. Chef Walter Boltz betonte, dass niemand notlei dende Energieunternehmen wolle, aber "ein kleines Scheibchen könnten die Haushalts kunden auch bekommen". Schwung kommt indes in die Bemühungen um einen Zusammenschluss der Stromnetze von Tirol und Südtirol – die TT berichtete. Tirols Landeshauptmann Günther Platter begrüßt die jüngsten politischen Fortschritte in Bozen und Rom: "Auf Nordtiroler Seite stehen wir seit über zwei Jahren bereit." Platter regt auch eine stärkere Zusammenarbeit der beiden Energiegesellschaften an. (TT, APA)